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Banane-Heidelbeeren-Smoothie

von Thomas Wendtland
Banane-Heidelbeeren-Smoothie mit Heidelbeeren, Banane und Milch auf einem Holztisch

Einen leckeren, gesunden Smoothie kann man sich sehr schnell im Mixer herstellen. Banane und Heidelbeeren gehören dabei zu den Kombinationen, die fast immer funktionieren: Die Banane bringt Süße und Cremigkeit, die Heidelbeere Frische, eine leichte Säure und ihre typische tiefblaue Farbe. Dazu braucht es weder Pulver noch komplizierte Zutaten. Eine Banane, eine gute Handvoll Heidelbeeren und etwas Flüssigkeit reichen im Grunde schon aus.

Wer den Smoothie sättigender haben möchte, kann Naturjoghurt, Haferflocken oder ein paar gemahlene Nüsse ergänzen. Mit Milch wird er cremiger und etwas eiweißreicher. Für eine einfache Portion eignen sich etwa eine Banane, 100 bis 150 Gramm Heidelbeeren und 150 bis 200 Milliliter Milch oder eine andere Flüssigkeit. Alles kommt in den Mixer und wird so lange püriert, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Was Banane und Heidelbeeren ernährungsphysiologisch mitbringen

Bananen liefern vor allem Kohlenhydrate und sind deshalb eine unkomplizierte Energiequelle. Je reifer die Banane, desto süßer schmeckt sie. Gleichzeitig enthält sie Ballaststoffe wie Pektin sowie nennenswerte Mengen an Kalium und Vitamin B6. Kalium spielt unter anderem für den normalen Flüssigkeitshaushalt sowie die Funktion von Muskeln und Nerven eine Rolle. Vitamin B6 ist an zahlreichen Stoffwechselvorgängen beteiligt.

Heidelbeeren liefern ebenfalls Ballaststoffe, dazu Vitamin C, Vitamin K und kleinere Mengen verschiedener Mineralstoffe. Besonders bekannt sind sie für ihre Anthocyane. Diese Pflanzenfarbstoffe gehören zu den Polyphenolen und sorgen für die dunkle blau-violette Farbe der Früchte. Sie werden in der Ernährungsforschung wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften untersucht. Ein Smoothie ist allerdings kein Medikament – aus einer Portion Beeren wird also kein Wundermittel, auch wenn manche Werbung das gern so aussehen lässt.

Wird Milch verwendet, kommen je nach Menge zusätzlich Eiweiß, Calcium, Vitamin B2 und Vitamin B12 hinzu. Naturjoghurt bringt ähnliche Nährstoffe mit und macht den Smoothie noch cremiger. Bei pflanzlichen Alternativen lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste: Ungesüßte Produkte sind meist die sinnvollere Wahl, und bei angereicherten Drinks kann Calcium zugesetzt sein.

Wirkung auf die Verdauung: püriert heißt nicht ballaststofffrei

Im Gegensatz zu entsafteten Früchten bleiben beim Mixen die Ballaststoffe weitgehend im Getränk erhalten. Das ist für die Verdauung ein Vorteil, denn Ballaststoffe tragen zu einer normalen Darmfunktion bei und dienen teilweise auch Darmbakterien als Nahrung. Banane und Heidelbeeren liefern davon keine riesigen Mengen, aber zusammen mit Haferflocken kann aus dem Getränk durchaus eine kleine ballaststoffreiche Mahlzeit werden.

Die Reife der Banane kann einen Unterschied machen. Weniger reife Bananen enthalten mehr resistente Stärke, sehr reife Bananen dagegen mehr leicht verfügbare Zucker. Wer einen empfindlichen Darm hat, verträgt nicht jede Mischung gleich gut. Große Portionen, sehr kalte Getränke oder viel Milch können bei manchen Menschen zu Völlegefühl, Blähungen oder Durchfall führen. Auch eine Laktoseunverträglichkeit kann eine Rolle spielen. Dann sind laktosefreie Milch, Joghurt oder pflanzliche Alternativen eine Möglichkeit.

Ein weiterer Punkt wird gern übersehen: Einen Smoothie kann man sehr schnell trinken. Zwei Bananen, eine große Portion Beeren, Joghurt und Haferflocken verschwinden in wenigen Minuten im Glas, obwohl man dieselbe Menge als feste Mahlzeit wahrscheinlich langsamer essen würde. Deshalb ist ein Smoothie nicht automatisch kalorienarm. Für den Alltag reicht meist eine normale Portion, die bewusst getrunken und nicht nebenbei heruntergestürzt wird.

Kalt, warm oder mit Milch? So schmeckt er am besten

Am angenehmsten ist ein Banane-Heidelbeeren-Smoothie kühl oder bei Zimmertemperatur. Direkt aus dem Kühlschrank schmeckt er besonders frisch. Wer empfindlich auf sehr kalte Getränke reagiert, kann die Zutaten vor dem Mixen etwas temperieren. Eiskalt muss ein Smoothie jedenfalls nicht sein.

Warm trinken kann man ihn grundsätzlich ebenfalls, empfehlenswert ist starkes Erhitzen aber nicht. Vor allem Vitamin C ist hitzeempfindlich, und auch einige Pflanzenstoffe können durch längeres Erhitzen abgebaut werden. Wenn man im Winter kein kaltes Getränk möchte, genügt es deshalb, Milch oder Pflanzendrink leicht anzuwärmen. Lauwarm ist völlig ausreichend; kochen sollte man die Mischung nicht.

Milch passt geschmacklich sehr gut zu Banane und Heidelbeeren. Vollmilch macht den Smoothie besonders cremig, fettarme Milch etwas leichter. Naturjoghurt sorgt für mehr Säure und eine dickere Konsistenz. Wer es pflanzlich möchte, kann Hafer-, Soja- oder Mandeldrink verwenden. Sojadrink liefert meist mehr Eiweiß als viele andere Pflanzendrinks.

Für eine alltagstaugliche Variante kommen eine Banane, 100 bis 150 Gramm Heidelbeeren, 150 Milliliter Milch und zwei Esslöffel Haferflocken in den Mixer. Wer es dünner mag, gibt etwas Wasser hinzu. Zusätzlicher Zucker ist meistens überflüssig, denn eine reife Banane bringt bereits genügend Süße mit.

Am besten wird der Smoothie frisch getrunken. Nach längerer Standzeit verändert sich nicht nur die Farbe, sondern auch Geschmack und Konsistenz. Wer ihn mitnehmen möchte, füllt ihn in eine gut verschließbare Flasche und stellt ihn bis zum Verzehr kühl. So bleibt aus wenigen Zutaten ein unkompliziertes Frühstück, eine kleine Zwischenmahlzeit oder ein Getränk nach Bewegung – schnell gemacht, angenehm sättigend und ohne die Notwendigkeit, aus einer Banane gleich eine Wissenschaft zu machen.

Yivee.de

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